2009-04-06

Electrico 28

Heute, am museumsgeschlossenen Montag, war Tramfahren dran. Die Linie E 28 bietet sich für ein Fahrt durch das alte Lisboa an.


Kleine Kurvenradien, enge Durchfahrten, die teilweise nur eine Straßenbahn und zwei schmale Fußgänger breit sind, und Steigungen, die andernorts nur mit Traktionshilfen wie Zahnrädern oder Standseilen bewältigt werden, machen die Fahrt zu einem kleinen Erlebnis.

An den Endpunkten der E 28 war Zeit für alternative Antworten zu den letzten Fragen des Lebens.

An der Station Martim Montiz besuchte ich eine Morgenmesse, mit der im säkularer werdenden Europa üblichen Alters- und Geschlechtsverteilung: 22 Teilnehmerinnen, 5 Teilnehmer (ich inklusive) - und ich war, soweit ich dies beurteilen konnte, der mit Abstand jüngste aller TeilnehmerInnen.

Am gegenüberliegenden Linienende, dem Cemiterio des Prazeres, also einem Friedhof,


sollte man eher von einer Nekropole reden. Lauter Grabhäuschen,


überbaute Grüfte und Kapellchen wären sicherlich für manchen Obdachlosen eine interessante Alternative - so wie beispielsweise schon seit Jahrzehnten in Cairo, Ägypten.

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